"Suche Frieden und jage ihm nach!"

Zur Jahreslosung 2019:

Der Friedensappell der ACK in Baden-Württemberg

"ACK-Klausel"

Neue Empfehlung
zur Anwendung
der "ACK-Klausel"!

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Gebetswoche für die Einheit der Christen
Charta Oecumenica

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg
Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen
in Europa
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Miteinander beten, singen und Gottesdienst feiern

 
Quelle: ACK-BW
Broschüre für die
praktische Ökumene!
 

Krankheit, Leiden, Sterben Tod

Quelle: ACK-BW
Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe 2018 - jetzt bestellen!
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Eltern trauern

Quelle: ACK-BW
NEUES Faltblatt!

Zum Weltweiten Gedenktag
für verstorbene Kinder
 

Kirchengeschichte am Oberrhein - ökumenisch und grenzüberschreitend

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg
Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen herausgegeben von Klaus Bümlein, Barbara Henze, Marc Feix und Marc Lienhard -- Jetzt auch in Französischer Übersetzung!  
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Herzlich Willkommen bei der ACK in Baden-Württemberg!

 
 
Quelle: ACK-BW
 

Neue Orientierungshilfe: 

 "Können Christen und Muslime miteinander beten?"

Was vor einiger Zeit noch als abwegig oder irrelevant abgetan werden konnte, begegnet heute als Frage mitten im Leben christlicher Gemeinden in Baden-Württemberg: „Können Christen und Muslime miteinander beten?" Die gleichnamige Broschüre gibt keine fertige Antwort, sondern Orientierungshilfe zu einem verantwortlichen Umgang mit dieser Frage. Da die Kirchen zu dieser Frage keine einheitliche Beurteilung oder Antwort haben, können sie im jetzigen Stadium auch keine gemeinsamen Richtlinien geben. Aber sie können miteinander das Problembewusstsein schärfen und die Orientierung für die Praxis fördern.

„Können Christen und Muslime miteinander beten?" In dieser ersten umfassenden ökumenischen Orientierungshilfe zu diesem Thema werden zunächst Beispiele präsentiert, die deutlich machen, wie unterschiedlich die Situationen sind, in denen uns die Fragestellung entgegentritt – und wie vielfältig die Formen sind, in denen dieser Herausforderung faktisch begegnet wird. Ob in Kinder-Tagesstätte, Schule oder Hochschule, bei Trauungen, am Krankenbett oder bei Unglücksfällen und Katastrophen; auch in Familien, gemischten Gruppen und auf gemeinsamen Reisen – überall stellt sich die Frage. Und gemeinsame Friedensgebete gibt es landauf, landab.

Neben einer Einführung zum christlichen Verständnis des Gebets findet sich eine Übersicht zu den verschiedenen Formen (und entsprechenden Bezeichnungen) des miteinander Betens samt praktischen Hinweisen zur Vorbereitung gemeinsamer Feiern. Verschiedene Einschätzungen und Stellungnahmen aus den christlichen Kirchen sind zusammengestellt und bieten theologische Grundlegung. Auch eine muslimische Stimme wird gehört. So wird deutlich: Zwar gibt es noch keinen Konsens in dieser Frage, aber alle Beteiligten stellen sich den Herausforderungen der Fragestellung.

Die Broschüre (116 Seiten) kann direkt bei der ACK in Baden-Württemberg bestellt werden: € 2,50 (ab 60 Expl. versandkostenfrei)

Direkt bestellen 

 

"Gemeinsames Wort zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit" jetzt auch in englischer, türkischer und arabischer Übersetzung!

Quelle: ACK-BW
Christen und Muslime in Baden-Württemberg können sich gemeinsam in der Hilfe für Flüchtlinge engagieren und für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.                       

Dies geht aus dem „Gemeinsamen Wort zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit“ hervor. Der – von einem Gesprächsforum mit christlichen und muslimischen Theologen formulierte – Text hat die Zustimmung der meisten islamischen Verbände und Initiativen in Baden-Württemberg und ist von der ACK in Baden-Württemberg veröffentlicht worden.

 „Als Christen und Muslime wissen wir uns nicht zuletzt dadurch zum gemeinsamen Friedens­engagement verpflichtet, dass an vielen Konflikten in der Welt Christen und Muslime beteiligt, in sie verwickelt oder durch sie betroffen sind. Zumal durch fragwürdige oder unzutreffende religiöse Begründungen Konflikte auch verursacht, verschärft oder Lösungen erschwert werden.“ Deshalb sollen sich Christen und Muslime auf ein „Wetteifern im Guten“ einlassen.

Die Unterzeichner verpflichten sich und rufen dazu auf, „gemeinsam bei uns und welt­weit für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, für die Respektierung der Menschenwürde und der Religionsfreiheit einzutreten.“     

Quelle: ACK-BW
In dem Gemeinsamen Wort heißt es weiter: „Wir wissen ge­meinsam um Gewalt und Aggression. Wir sehen die Aufgabe und auch die Schwierigkeiten der Religions­gemeinschaften, damit umzugehen, weisen aber die Unterstellung zurück, die Religionen selbst seien für Gewalt und Aggression verantwortlich. Darum ver­pflichten wir uns und rufen dazu auf, den Friedensimpuls und das Friedenspotential der Religion neu zu entdecken, zu stärken und zu profilieren.“

Angesichts der Gefahr, dass bestehende Unterschiede verfestigt und neue Gegensätze aufgebaut werden, gehe es um gemeinsame Konfliktbearbeitung und Friedenserziehung, um Aufklärung und Dialog, den Abbau von Vorurteilen sowie um caritativ-wohltätige und entwicklungspolitische Zu­sammenarbeit: „Dass dies keine abstrakte Überlegung, sondern eine praktische Notwendigkeit ist, zeigt uns allen exemplarisch die gegenwärtige Krise in der Bewältigung der Flüchtlingsnot innerhalb und außerhalb Europas.“

Dabei werde deutlich, dass den Religionsgemeinschaften eine ganz besondere Verantwortung zu­kommt: „Christen und Muslime wissen – je auf ihre Weise – ihr Leben und Handeln in der Barm­herzigkeit Gottes begründet und dem Liebesgebot verpflichtet. Viele Christen und Muslime handeln und helfen deshalb ganz selbstverständlich.“ Diese Hilfe beschränke sich nicht nur auf humanitäre Aktivitäten der Barm­herzig­keit und Nächstenliebe bei uns, sondern weise auch die politisch Verant­wortlichen auf die Notwendigkeit hin, Fluchtursachen zu bekämpfen und die Flüchtlingshilfe in den Herkunftsregionen und anderen Aufnahmeländern solidarisch zu unterstützen.

Die Broschüre (IMPULSE ZUM GESPRÄCH 3) kann direkt bei der ACK in Baden-Württemberg bestellt werden:

1 Expl. € -,50/  10 Expl. € 4,-/  50 Expl. € 18,-/  100 Expl. € 35,- 

pdf-Datei zum Herunterladen:

Powerpoint-Präsentation zum Herunterladen:

 

Englische Übersetzung als pdf-Datei zum Herunterladen:

 
 

Türkische Übersetzung als pdf-Datei zum Herunterladen: 

Arabische Übersetzung als pdf-Datei zum Herunterladen:

 

"Herr, mache uns zu Werkzeugen deines Friedens!"

Friedens-Appell der ACK in Baden-Württemberg

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg hat 2016 einen Friedens-Appell veröffentlicht, in dem ein Umdenken gefordert wird: „Weg von einem Sicherheitsdenken, das der militärischen Logik folgt, hin zu einer umfassenden und vorausschauenden Friedenspolitik.“ In dem Appell heißt es wörtlich: „Kriege und Terror verbreiten Angst und Ohnmacht – weltweit und ganz nahe. Schreckensmeldungen verstören uns Tag um Tag. Ratlosigkeit greift um sich und geht mit dem Ruf nach schnellen Lösungen einher. Die Gefahr besteht, dass militärische Reaktionen eine besonnene Friedenspolitik verdrängen.“

„Waffen aus Baden-Württemberg machen uns zu Beteiligten“

Die Kirchen verweisen auf Aufrüstungsprogramme in allen Kontinenten: „Waffen und sonstige Rüstungsgüter aus Baden-Württemberg machen uns zu Beteiligten. Flüchtlinge, die bei uns Schutz und Frieden suchen, erinnern uns daran.“ In dieser Situation müssten die christlichen Kirchen innehalten und sich neu bewusst machen, wie sie sich als ökumenische Gemeinschaft auf dem Weg des Friedens verstehen: „Gemeinsam vertrauen sie auf das Wort Gottes, das Frieden zusagt und Frieden gebietet.“

Frieden sei kein Zustand, sondern ein Prozess. Das Leitbild vom „Gerechten Frieden“ verbinde die christlichen Kirchen in Baden-Württemberg mit der weltweiten ökumenischen Lerngemeinschaft. Dieses Leitbild betone den Zusammenhang von Frieden, Gerechtigkeit und Recht im Gesamthorizont der Schöpfung. Es weise auf die verschiedenen Dimensionen des Friedens hin: „Friede mit der Erde, in der Gesellschaft, in der Wirtschaft, unter den Völkern“. Ein „gerechter Friede“ gehe damit an die Wurzeln aller zwischen- und innerstaatlichen Konflikte: „Armut, Hunger und Ungerechtigkeit – auch Missachtung kultureller Identitäten oder Verlust von Lebensgrundlagen durch Klimaveränderung – sind häufig Ursachen gewaltsamer Konflikte und nötigen Menschen zur Migration.“ Vorausschauende Friedenspolitik muss diese Konfliktursachen frühzeitig erkennen und bei ihnen ansetzen.

Enorme Ausgaben für Rüstung: Geld fehlt für Einwicklung

Auch in der zivilen Krisenprävention könne sich die größer gewordene Verantwortung Deutschlands in der Welt bewähren. „Vielfach wird die Übernahme von mehr Verantwortung gleichgesetzt mit der Steigerung militärischer Leistungsfähigkeit, dem Ausbau von Rüstungskapazitäten, dem Export von Rüstungsgütern oder der Beteiligung an militärischen Interventionen in Krisengebieten“, heißt es in dem Friedens-Appell. Das Dokument bilanziert, „dass keine der militärischen Interventionen in der jüngeren Vergangenheit einen dauerhaften und stabilen Frieden schaffen konnte. Oft erwiesen sie sich vielmehr als Verstärker der Konflikte und Auslöser dramatischer Fluchtbewegungen.“ Zugleich seien die enormen Ausgaben für Rüstung und Militär ein ernstes Hindernis für notwendige Investitionen in Friedensförderung (z.B. zivile Friedensdienste), nachhaltige Entwicklung und Klimagerechtigkeit.

ACK will mehr Friedensbildung, Prävention und Diplomatie bei Konflikten

Die Kirchen fordern deshalb die stärkere Förderung von Initiativen der Friedensbildung in möglichst allen Bildungseinrichtungen (z.B. Kindergärten, Schulen, Hochschulen; auch kirchliche Bildungsangebote) sowie die Anerkennung und Stärkung diplomatischer Bemühungen bei schwelenden oder bereits ausgebrochenen gewaltsamen Konflikten. Die Kirchen plädieren für eine Reduzierung der deutschen Rüstungsexporte – mit dem Ziel eines mittelfristigen Ausfuhrverbots sowie für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einsatz bewaffnungsfähiger Drohnen und anderer automatischer Waffensysteme: „Dabei lassen wir uns nicht auf unverantwortliche Abenteuer ein, sondern auf die Verheißung Jesu und das Wagnis eines gemeinsamen Weges zum gerechten Frieden. Wir tun dies in Verbindung mit der weltweiten Kirche, mit unseren ökumenischen Schwester- und Partnerkirchen und mit zivil-gesellschaftlichen Partnerorganisationen. „ Die ACK Baden Württemberg fühlt sich ermutigt durch Psalm, in dem es heißt: „Meide das Böse, tu das Gute, suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15).

Der vollständige Text des Friedens-Appells als pdf-Datei zum Herunterladen!

 

ACK-BW 

 
Sechsundzwanzig Kirchen und kirchliche Gemeinschaften arbeiten in der »Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg« (ACK) zusammen. Fundament dafür sind die Bibel und das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1973 ist die ACK in Baden-Württemberg einem vierfachen Ziel verpflichtet:

  • Sie bemüht sich um eine geistliche und theologische Grundlegung ökumenischer Zusammenarbeit.

  • Sie sorgt für authentische Information über ihre Mitglieder.

  • Sie ist bestrebt, ein Klima zwischenkirchlichen Vertrauens zu schaffen, ökumenisches Bewusstsein zu bilden und zu vertiefen und gemeinsame Verantwortung wahrzunehmen.

  • Sie entwickelt, fördert und koordiniert ökumenische Studien, Initiativen und Aktionen in ihrem Bereich.